Info
Schulstreik 2008
abschließende Pressemitteilung
Entschuldigung
Abmeldung
Rede auf der Demo
Jingel
Banner 1:
Bannner 2:
Aufruf zum Schulstreik: Aufruf zum Schulstreik
Flyer zum Beginn der Vorbereitungen sry grad offline
Interview Tübingen
Interview Berlin

Texte zum 1.Mai 2008
Aufruf

Flyer zum Thema "Bildungssystem".

Stand up!
Zeitung des Schülerbündnis Nürnberg

Texte zum 1.Mai 2007
Rassismus und Nationalismus
Bildung im Kapitalismus
Sozialraub
Sexismus und Patriarchat
Globalisierung und Krieg
Selbstverwaltete Jugendzentren
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unser Senf zum Schulstreik!

Hallo ihr,
wir sind ca. 3500 Leute. Bundesweit sind zeitgleich ca. 100.000 Schüler und Schülerinnen. Wir können sehen: wir sind viele, denen es ähnlich geht. Wir sind nicht alleine. Wir hoffen, dass der Schulstreik dazu beiträgt, eine Streikkultur aufzubauen, die vergleichbar ist mit der in anderen Ländern. Wir zeigen uns solidarisch mit den Protesten der SchülerInnen und StudentenInnen in anderen Ländern.

So z.B. mit dem Widerstand in Frankreich:
dort sollen zusätzlich zu den 11.200 in diesem Jahr gestrichenen Stellen im Bildungssektor weitere 13.500 nächstes Jahr weg gekürzt werden. Dies rief in den letzten Tagen tausende von Menschen auf die Straße.

Weitaus gravierender sind die Pläne des italienischen Präsidenten Berlusconi: Er will 8 Milliarden (= 8 000 000 000) Euro im gesamten Bildungswesen von der Schule bis zur Uni kürzen. Dementsprechend fällt auch die Reaktion der davon Betroffenen aus. Massendemonstrationen mit über 1 Millionen Menschen in vielen Städten Italiens und mittlerweile auch Besetzungen von Unis und ein Generalstreik am 14. November sollen nicht nur auf die Missstände aufmerksam machen sondern auch den Verantwortlichen wehtun.

In Italien geht es darum weitere Übel abzuwenden. Auch hier gibt es genug Missstände gegen die man in die Offensive gehen muss. Deshalb kämpfen wir für eine komplette Neugestaltung des Bildungssystems. Erste Maßnahmen zu dieser Grundlegenden Veränderung müssen sein:
-Mehr Selbst und Mitbestimmung für uns Schülerinnnen und Schüler in allen schulpolitischen Entscheidungen, von den Schulfinanzen bis zum Lehrplan -Außerdem sehen wir die Idee eines mehrgliedrigen Schulsystems als Überholt an. Dadurch wird eine Chancenungleichheit zementiert. - Das 8-jährige Gymnasium hat nur den Leistungsdruck auf SchülerInnen und LehrerInnen erhöht und trägt nicht zur besseren Bildung bei. - Auch kostenlose Bildung sehen wir in diesem Bildungssystem nicht gegeben, deshalb fordern wir z.b die Abschaffung der Studiengebühren.

Doch diese Forderungen können noch nicht alles sein, auch unser Schulstreik heute ist nicht alles:
es muss weiter gehn und der Widerstand gegen diese Politik, die uns keine Perspektiven bietet, muss aufgebaut werden. Doch was heißt das? Es heißt sich selbst organisieren! Selbst aktiv werden. Wir müssen letztendlich erkennen, dass Schule heute deshalb so ist, weil die Gesellschaft die Rahmenbedingungen vorgibt. Wir können Schule in dieser Gesellschaft nicht grundlegend ändern. Sie bleibt immer mehr oder weniger an den Interessen der Wirtschaft ausgerichtet.
Dennoch können wir Verschlechterungen für uns abwenden und Verbesserungen erkämpfen. Aber dafür müssen unsere Streiks so gestaltet sein, dass sie den Verantwortlichen nicht egal sein können. Unsere Streiks müssen eine neue Ebene einnehmen, wir brauchen die Solidarität aus allen Bereichen der Gesellschaft. Wir brauchen eine starke Bewegung. Wir brauchen Streiks von uns Schülern und Schülerinnen in den Schulen, Streiks der Studis in den Universitäten und Streiks unserer Eltern in den Betrieben um grundlegendes zu verändern.

Doch letztendlich ist eine Bewegung nur so aktiv wie ihre MitgliederInnen. Das heißt für jede einzelne und jeden einzelnen selbst aktiv zu werden. Das heißt auch, dass wir nach dem Schulstreik weitermachen müssen. Das kann mit einer Vernetzung und Zusammenarbeit Aller beginnen. Hinein in den Widerstand!




Pressemitteilung zum Streiktag


3000 Schüler und Schülerinnen streiken in Nürnberg für bessere Bildung und mehr Mitbestimmung

Schülerinnen und Schüler sowie einige Studentinnen und Studenten, Eltern, Lehrerinnen und Lehrer und andere Sympathisanten demonstrierten heute in der Nürnberger Innenstadt. Anlass war der Aufruf zum bundesweiten Schulstreik, der in insgesamt in über 30 Städten stattfand. In Nürnberg rief das SchülerInnenbündnis unter dem Motto "Wenn uns das System keine Zukunft gibt, geben wir dem System keine Zukunft!" zu einer kämpferischen Demonstration auf. Im Vorfeld versuchten Schulleitungen die Schüler durch Androhungen von Verweisen einzuschüchtern

Die Veranstalter und Veranstalterinnen werteten den Streiktag als vollen Erfolg. Entgegen den Befürchtungen ließen sich viele Schüler und Schülerinnen nicht einschüchtern. Die Demonstration verlief kraftvoll und lautstark. Nach Auftaktreden von SchülerInnenbündnis Nürnberg und dem Rechtshilfeverein Rote Hilfe, die über das Streikrecht und den Umgang mit Verweisen informierte, zog die Demo zum Rathaus.
Dabei wuchs die Demo auf 3000 bis 4000 Menschen an. Jürgen Koch vom SchülerInnenbündnis Nürnberg meinte dazu "Die TeilnehmerInnzahlen übertrafen alle unsere Erwartungen. Es zeigt dass Schüler und Schülerinnen sich für ihre Rechte einsetzen und sich nicht einschüchtern lassen". Nach einer Rede der Autonomen Jugendantifa ging die der Zug vor das Willstätter Gymnasium. Dort kam es zu Aufsehen erregende Szenen als Teile des Demonstrationszuges das Gymnasium stürmten.

Während die SchülerInnen wieder aus der Schule herauskamen, hielt das SchülerInnbündnis Nürnberg eine Rede zu weiteren möglichen Entwicklung der bundesweiten Proteste. Die Rednerin forderte das politische Streikrecht nicht nur für SchülerInnen sondern auch für deren Eltern.

Am Kulturzentrum K4 kam es zu einer kurzen Sitzblockade von SchülerInnen und StudentInnen. Erst kurz vor dem physischen Einschreiten der Polizei beendeten die Blockierer ihre Aktion und liefen zur Abschlußkundgebung am Kornmarkt. Nach der Rede der LandesschülerInnenvereinigung und einer verlesenen Solidaritätserklärung der Gesamtelternbeiräte Baden Württemberg, die den Streikenden viel Erfolg wünschten und die Aktionen begrüßten, wurde die Versammlung für beendet erklärt.
Jürgen Koch: "Unser Schulstreik ist nicht alles und der Widerstand gegen diese Politik, die uns keine Perspektive bietet muss aufgebaut werden!".
Die VeranstalterInnen rufen alle dazu auf sich bei Verweisen und sonstigen Strafen beim SchülerInnenbündnis Nürnberg zu melden um ein gemeinsames Vorgehen zu gestalten und die Verantwortlichen unter Druck zu setzen.




Wer wenn nicht wir?

Naziaufmarsch blockieren, das selbstbestimmte Leben erkämpfen!

Der 1. Mai ist seit über 100 Jahren der internationale Kampftag der ArbeiterInnenklasse. Überall auf der Welt kämpfen Menschen an diesem Tag, gegen die Auswirkungen des Kapitalismus, Unterdrückung, Ausbeutung und soziale Ungerechtigkeit. So auch in Nürnberg auf der revolutionären 1. Mai-Demo. Die Nazis versuchen dieses Jahr wieder durch Nürnberg zu marschieren. Doch nicht mit uns! An diesem Tag, an dem wir uns für eine gerechte Welt einsetzen, haben Nazis nichts zu suchen! Der 1. Mai ist unser Tag, und das wird er bleiben!

Faschisten bekämpfen!

Auf der Straße, in den Medien, in den Parlamenten, in den Köpfen - überall sind verstärkt nationalistisches Denken und ausländerfeindliche Äußerungen zu finden. Dabei tun sich die Neonazis mit ihrem faschistischen Weltbild, das sich gegen Menschen stellt die nicht ihrer Vorstellung vom „echten Deutschen“ entsprechen, besonders hervor.

Ob Parteien mit rassistischen Wahlkampfplakaten oder direkte Gewalt gegen MigrantInnen, für viele Menschen sind rassistische Anfeindungen und Übergriffe keine Ausnahme.
Immer wieder kommt es vor allem in den Innenstädten oder an Bahnhöfen zu gewalttätigen Angriffen auf Andersdenkende und MigrantInnen. Neben diesen Übergriffen gibt es aber auch organisierte Aktionen, wie beispielsweise Brandanschläge auf Wohnhäuser von AsylbewerberInnen. Außerdem sammeln Nazis im Rahmen ihrer sog. "Anti-Antifa"-Arbeit Namen, Adressen und Fotos von politischen GegnerInnen und veröffentlichen diese dann zusammen mit Aufrufen zur Gewalt im Internet.

Durch häufige Aufmärsche versuchen die FaschistInnen nationalistische Parolen auf der Straße zur Normalität zu machen. Das oberfränkische Gräfenberg wird seit über einem Jahr monatlich durch Aufzüge von Nazi terrorisiert. Doch schon seit den ersten Demonstrationen der NPD leisten die Gräfenberger BürgerInnen kreativ und laut Widerstand.

Nicht erst seit die Bürgerinitiative Ausländerstopp (BIA) vor der letzten Kommunalwahl im März die gesamte Stadt mit ihren Wahlplakten zukleisterte, sind auch in Nürnberg neonazistische Parteien und ihre menschenverachtende Ideologie zum alltäglichen Anblick geworden. Dass der Zuspruch für die FaschistInnen wächst zeigt sich da sie seit einigen Jahren in den Parlamenten immer mehr Erfolge haben. So sitzt in Nürnberg seit März neben dem Neonazi Ralf Ollert auch Sebastian Schmaus für die BIA im Stadtrat. Dieser ist gleichzeitig als Photograph für die „Anti-Antifa“ aktiv. Wer in der Wahlpropaganda der Nazis aussieht wie andere PolitikerInnen auch, ist in Wirklichkeit der gleiche der MigrantInnen verprügelt, Andersdenkende überfällt und ihre Wohnorte angreift.

Wir dürfen nicht zulassen dass die Nazis zur Normalität werden, deshalb ist es wichtig mit allen Mitteln, auf allen Ebenen Widerstand gegen die scheiß Nazis zu leisten.
Dass die NPD in Fürth nicht in den Stadtrat einziehen konnte ist antifaschistischem Widerstand zu verdanken. Flugblätter, Demos und offensive Aktionen prägten das Stadtbild und nahmen so den Nazis den Wind aus den Segeln.
Auch in Nürnberg mangelt es keinesfalls an Kreativität. So wurden immer wieder unzählige Plakate zerstört, Veranstaltungen verhindert und Stände der BIA gestört.
Und genau dieser selbstorganisierte Widerstand ist wichtig, denn Bullen und politisch Verantwortliche hindern weder hier noch anderswo die Nazis an ihrem Auftreten. Vielmehr setzen sie Nazidemos gegen antifaschistischen Protest durch. Gleichzeitig bereiten bürgerliche Parteien den Weg für rechtsextremes Denken.
Vorhandenen Existenzängste werden benutzt um Abneigung gegen alle vermeintlichen Konkurrenten zu schüren. So wird versucht uns weis zu machen jede/r AusländerIn könne uns den Arbeitsplatz wegnehmen und jede/r Arbeitslose läge uns auf der Tasche. In einer Zeit, in der die Situation am Arbeitsmarkt uns dazu zwingt immer höhere Leistungen für weniger Geld zu erbringen, in der wir als SchülerInnen kaum eine Chance auf einen Ausbildungsplatz haben, finden solche Äußerungen der Parteien bei vielen Menschen Anklang. Diese bieten scheinbar leichte Lösungen für schwerwiegende Probleme.

Begründet wird die Meinung, MigrantInnen oder Flüchtlinge hätten hier nichts zu suchen, oft mit dem Argument, es gäbe bereits genug Arbeitslose und die Wirtschaft würde das nicht verkraften. Ein Wirtschaftssystem das auf Ausgrenzung und Ausbeutung vieler, durch einige wenige beruht, stellt jedoch kaum jemand in Frage.

Es gibt Alternativen und wir können sie täglich leben.

Alles in dieser Gesellschaft, dem kapitalistischen System, ist darauf aufgebaut, dass Menschen die Verantwortung für ihr eigenes Leben genommen wird. Bereits in der Schule werden wir darauf vorbereitet. Wir sollen uns alle nur untereinander treten, aber auf keinen Fall nach denjenigen, die über uns stehen, wie LehrerInnen und RektorInnen. Wir sollen uns daran gewöhnen Hierarchien zu akzeptieren und Anordnungen zu folgen.

Schon mal drüber nachgedacht, das eigene Leben endlich in die eigenen Hände zu nehmen, statt alle Entscheidungen von irgendwelchen Abgeordneten, LehrerInnen oder Chefs treffen zu lassen? Wenn z.B. Lehrer einzelne Schüler andissen oder verarschen, um sich beim Rest der Klasse einzukaufen, richtet das sich gegen uns alle. Wehren wir uns zusammen, wenn unsere Situation an der Schule immer beschissener wird, wenn Entscheidungen getroffen werden sollen, die uns nicht passen und wenn immer mehr Druck auf uns ausgeübt wird. Organisierter Widerstand von Schülern ist erfolgreich.
In den Niederlanden sah ein neues Gesetz vor, dass die SchülerInnen bis spät am Abend in der Schule bleiben sollten um den Stoff des Lehrplans in sich reinpressen zu lassen. Ende 2007 traten fast alle SchülerInnen zwischen 11 und 20 Jahren in den Streik. Vielleicht erinnert sich noch wer an den Beginn des Irakkrieges 2003, da gab es auch in Nürnberg Schulstreiks mit mehr als 10.000 TeilnehmerInnen. Natürlich hagelte es damals teilweise Verweise durch die Schulleitung, aber gemeinsam waren wir alle stark. Und wenn es hier geht, dann ja wohl auch anderswo.

In unserer wenigen Freizeit sollen wir dazu gebracht werden unser ebenfalls weniges Geld auf den Kopf zu hauen. Aber oft reicht´s eben dann doch nicht für den Eintritt in die Disko oder die Getränke in der Kneipe. Wenn wir aber in den "öffentlichen" Raum gehen und in Parks Party machen oder Grillen, stehen in kürzester Zeit die Bullen auf der Matte und vertreiben uns. Wir sollen weiter brav konsumieren und 3,50 pro Bier in der Disko zahlen.

Lasst uns aufhören zu konsumieren und anfangen zu leben.

In einem selbstverwalteten Zentrum können wir unser Leben zeitweise selbst bestimmen, ohne ständige Zwänge und Menschen, die uns sagen wie wir uns zu verhalten haben. Es bietet uns die Möglichkeit zusammen auf gleicher Ebene eigenen Entscheidungen zu treffen. Hier können wir ohne den ständigen Konsumzwang unsere eigenen günstigen Partys und Konzerte organisieren, Filmabende veranstalten oder einfach nur chilln und mit Leuten labern. Hier ist es möglich gemeinsam mit anderen neue Ideen zu entwickeln, alternative Lebenskonzepte auszuprobieren und sich selbst zu verwirklichen. Und wenn uns was konkret stört, wie beispielsweise eine Nazikneipe, können wir uns hier treffen, um uns gemeinsam dagegen zu organisieren.
Es gibt genug Beispiele von selbstverwalteten Zentren in anderen Städten. In Erlangen kann man sehen, dass es funktioniert, wenn eine Gruppe von Menschen in Eigeninitiative einen Freiraum aufbaut, der mittlerweile zum Treffpunkt für viele verschiedene Leute geworden ist.

Nehmen auch wir den Kampf für ein freies und selbstbestimmtes Leben auf!
Tragen wir unsere Wut über alles was uns an diesem System ankotzt am 1.Mai auf die Straße.
Zeigen wir den Herrschenden, dass wir schon lange genug von der ständigen Ausbeutung und Spaltung haben, treten wir gemeinsam den Nazis mit allen Mitteln in den Arsch und lassen wir uns von niemandem, auch nicht von den Bullen, aufhalten den Naziaufmarsch zu blockieren und für ein freies Leben zu kämpfen!
Für die Freiheit für das leben , Nazis von der Strasse fegen!
Freiräume erkämpfen und verteidigen!
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Texte zum 1.Mai 2007

Kein Mensch ist illegal!

Rassismus - Nationalismus - Festung Europa

Menschen kommen hierher, weil wir ihre Länder zerstören

Was wollen die alle hier ... sollen sie doch dahin gehen wo sie her kommen ... das ist doch auch keine Lösung, wenn die alle hierher kommen ... das sind Meinungen die mensch schnell zuhören bekommt, wenns um Flüchtlinge geht. Die eigentlichen Ursachen für Flucht und Migration und das es uns gut geht, weil es anderen schlecht geht, lässt sich von dem bequemen Sofaplatz gut ausblenden.

Jahrhunderte lang wurden sogenannte Dritte-Welt-Länder durch Kolonialmächte ausgebeutet und zerstört und noch immer basiert der Reichtum der EU und der westlichen Welt auf der Ausbeutung und Unterdrückung dieser Staaten. Über 40 Millionen Menschen fliehen jährlich vor Krieg, Armut, Hunger, Verfolgung, Folter und weil ihnen ihre Lebensgrundlage entzogen wurde. Wie wir alle sind sie auf der Suche nach einem besseren Leben. Weltweit leiden 790 Millionen Menschen an Unterernährung und täglich sterben 30.000 Kinder an den Folgen von Armut, während bei uns Lebensmittel gezielt vernichtet werden um Preise stabil zu halten. Armut und Hunger sind oft die Folgen von Kriegen, Kriege die mit der Unterstützung der EU in den jeweiligen Herkunftsländern geführt werden. Dabei geht es nicht um die Verbesserung der Lebensbedingungen vor Ort, sondern um die Sicherung von Rohstoffressourcen und die Erschließung neuer Märkte.

Festung Europa - das Elend soll draussen bleiben

Während sich die EU immer mehr bereichert, werden gleichzeitig die Grenzen nach aussen immer weiter aufgerüstet. Die griechischen Aussengrenzen sind mit Minengürteln gesichert. An der spanisch-marokkanischen Grenze stehen meterhohe, mit Stacheldraht gesicherte Zäune. Außerhalb der europäischen Grenzen werden Auffanglager für Flüchtlinge errichtet, wie sie in Marokko und Lampedusa, zwischen Tunesien und Italien schon lange existieren. Diese Auffanglager werden von europäischen Staaten finanziert um Flüchtlingsströme vor den Grenzen zu stoppen und illegal eingereiste Flüchtlinge sofort abschieben zu können. Seit ´93 starben über 6.000 Menschen bei dem Versuch diese Grenzen zu überwinden.

Hier angekommen - aus der Traum

1993 kam es in Deutschland zu einer Änderung des Asylgesetzes, die sogenannte Drittstaatenregelung wurde eingeführt. Diese bedeutet, die faktische Abschaffung des Asylrechts, da Flüchtlinge, die über ein sicheres Land in die BRD einreisen, dort Asyl beantragen müssen. Das solche Gesetze, zu einer europaweiten Verschärfung führen, liegt auf der Hand. Dem Vorbild Deutschlands folgten viele Länder in der EU und verschärfen ihr Asylgesetz.

Menschen die es trotz aller Schwierigkeiten schaffen, in Deutschland einen Asylantrag zu stellen, werden gezwungen in Lagern zu leben. Ein Leben in Lagern, bedeutet ein Leben hinter Zäunen, abseits von Städten oder an den Stadtrand gedrängt. Ein Leben auf engstem Raum, ohne Privatsphäre, ohne Selbstbestimmung. Flüchtlinge müssen Jahre in solchen Lagern verbringen, dürfen nicht arbeiten und müssen jederzeit damit rechnen abgeschoben zu werden. Sie sind aufgrund von rassistischen Sondergesetzen wie der Residenzpflicht in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt, was bedeutet, dass sie die jeweilige Stadt oder den Landkreis nicht ohne Genehmigung verlassen dürfen. Tun sie es doch, gilt dies als Straftat und kann somit als Abschiebungsgrund dienen. Rassistische Gesetze und Institutionen dienen dazu Flüchtlinge systematisch auszugrenzen, sie psychisch unter Druck zu setzen, sie zu kontrollieren und einzuschränken. Sie werden gedrängt wieder in ihre Herkunftsländer zurückzukehren oder in die Illegalität abzutauchen. Hauptsache der Staat muss nicht mehr für sie zahlen, und sie tauchen in keiner Statistik mehr auf.

Feindbild krimineller Ausländer

Im Zuge der "Terrorismusbekämpfung" werden Muslime und arabisch aussehende Menschen unter Generalverdacht gestellt, der Sicherheitsapparat wird ausgebaut, Rasterfahndung und Telefonüberwachung werden uns als legitime Mittel verkauft, alles zum Schutz unserer kleinbürgerlichen Sicherheit. Jeden Tag kann mensch rassistische Polizeikontrollen beobachten, was für den Normalbürger hängen bleibt ist das Bild vom kriminellen Ausländer. In der Polizeistatistik für AusländerInnen, sind Strafttaten von z.B. US-Soldaten oder illegalisierten Menschen aufgeführt, die wiederum nicht in der Bevölkerungsstatistik auftauchen. Außerdem können MigrantInnen gegen Gesetze - wie die Residenzplicht - verstoßen, gegen die deutsche StaatsbürgerInnen niemals verstoßen können. Diese Statistik, die somit verfälscht und nicht representativ ist, wird immer wieder gezielt hergenommen um das Bild vom kriminellen Ausländer zu schürren. Auch in den Medien wird dieses Bild immer wieder reproduziert.

Die Mitte ist Rechts

Auch der alltägliche Rassismus macht nicht-deutschen oder nicht-deutsch aussehenden Menschen das Leben schwer. Rassistische Vorurteile sind in der Mitte der Gesellschaft verankert. Laut einer Umfrage der Friedrich-Ebert Sitftung 2006, stimmen 42,6 Prozent der Menschen in Bayern ausländerfeindlichen Aussagen zu. Da ist es kein Wunder, dass jeden Tag Beschimpfungen, Diskriminierungen und Übergriffe auf nicht-deutsch aussehende Menschen verübt werden. Auch die Neonaziszene erstarkt immer mehr, rechtsextreme Parteien, wie die NPD erhalten immer mehr Stimmen. Mit rassistischen Slogans, wie »Arbeitsplätze zuerst für Deutsche« wirbt die NPD für etwas, was schon längst gesetzlich verankert ist. Solche Äußerungen passen den Regierenden ganz gut ins Konzept, weil damit die Konkurrenz und Spaltung, zwischen deutschen und ausländischen ArbeiterInnen gefördert wird. Schuld an Arbeitslosigkeit und schlechter werdenden Arbeitsbedingungen sind dann angeblich nicht Chef, Staat oder das System, sondern billige ausländische Arbeitskräfte. Wärs anders und alle Menschen würden sich international solidarisieren, säßen sie nicht mehr lange auf ihren Chefsesseln. Der Kapitalismus basiert auf Profitmaximierung, alle stehen unter ständiger Konkurrenz, Menschen werden gespalten in deutsche und nicht-deutsche, ArbeiterInnen und Arbeitslose, in Frauen und Männer usw. Im kapitalistischen Wirtschaftssystem wird zwischen nützlichen und unnützlichen Menschen unterschieden. Wer nichts nutzt ist nichts wert.

Solidarität muss praktisch werden

Wir wollen eine Welt in der jedeR das Recht hat dort zu leben wo er/sie will. In der Menschen nicht aufgrund ihrem Aussehen und ihrer Herkunft beurteilt werden. Eine Gelegenheit, an der wir gemeinsam unseren Widerstand auf die Straße tragen können, ist der G8-Gipfel im Juni 2007 in Heiligendamm. Dort wird ein wichtiges Thema auch die Kontrolle weltweiter "Flüchtlingsströme" sein. Diese sollen in Zukunft noch besser von den reichen Industrienationen abgehalten werden. Im Rahmen der Protestwoche gegen den G8- Gipfel wird am 4. Juni ein Aktionstag zum Thema Flucht und Migration in Rostock stattfinden, unter dem Motto »Für Globale Bewegungsfreiheit und Gleiche Rechte für Alle!« wird ein Demonstration organisiert.

No border! No nation! Stop deportation!

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Nicht für das Leben, nicht für die Schule, sondern für die Wirtschaft lernen wir!

Bildung im Kapitalismus

Wie sinnvoll ist überhaupt das Wissen, dass man in der Schule vermittelt bekommt? Die Antwort auf diese Frage wird einem klar, wenn man sich überlegt worauf man in der Schule vorbereitet wird.

Von Anfang an wird man darauf getrimmt, dem/der LehrerIn als Autorität folge zu leisten. Kritik und Widerspruch wird kaum geduldet, der Inhalt des Lehrplans und die Meinung der Lehrkräfte stehen unangefochten im Mittelpunkt und gelten als objektiv. Dabei wird maßgeblich Einfluss auf die Meinung der SchülerInnen genommen.

Diese sind außerdem der Willkür der LehrerInnen ausgesetzt, dabei gewöhnt man sich schon mal an die späteren Zustände im Arbeitsleben. Dort muss man sich genauso den Vorgestetzen unterordnen und deren Anweisungen ausführen ohne zu hinterfragen wieso und warum. Eigene Meinung und Kritik ist nur soweit erwünscht, solang sie zur Verbesserung des Arbeitsablaufs und somit der Leistungs- und Gewinnsteigerung beiträgt. Leistung ist aber nicht nur im Arbeitsleben gefordert sondern hat schon in der Schule einen hohen Stellenwert. Die Definition »Leistung ist Arbeit pro Zeit« wird tagtäglich im Lernprozess angewandt und der Druck auf SchülerInnen erhöht.

Wer dem Leistungsdruck nicht standhält und sich nicht anpassen kann oder will, wird bereits nach der vierten Klasse aussortiert. Mit der Aufteilung in Hauptschule, Realschule und Gymnasium wird schon vorher bestimmt wer in Zukunft welchen Bildungsweg beschreitet und somit auch welchen Job (wenn überhaupt einen!) bekommt. Dadurch entsteht bereits in der Schule eine Hierarchie, die festlegt welche Positionen und Möglichkeiten die Einzelnen später im Arbeitsleben und somit auch in der Gesellschaft haben werden. Dabei haben vor allem Jugendliche aus der Arbeiterklasse und mit Mirgrationshintergrund weniger Chancen auf einen Ausbildungsplatz oder höheren Schulabschluss.

Dies bestätigte sogar der Sonderberichterstatter Vernor Munoz vor dem Uno-Menschenrechtsrat. Das ist, angesichts der Tatsache, dass Deutschland eines der reichsten Länder der Welt ist, ein Skandal. Trotz dieser Situation, erhebt der Staat Studiengebühren und Büchergeld und verringert seine eigenen Investitionen auf Kosten der Schüler und Studenten. Außerdem verringert er die Anzahl der LehrerInnen und schafft somit unter anderem größere Schulklassen und schlechtere Lernbedingungen für die Einzelnen.

Dieses Bildungssystem wird geführt wie ein Unternehmen, bei dem es gilt, mit möglichst wenig Geld, den größtmöglichen Nutzen herraus zu schlagen. Dabei geht es nicht darum die Einzelnen zu fördern, sondern letztendlich Humankapital für die deutsche Wirtschaft zu produzieren. Die Menschen werden hierbei nach ihrer Verwertbarkeit unterteilt und sortiert. Wer den Ansprüchen der Wirtschaft nicht entspricht, denen werden weitere Bildungsmöglichkeiten, Einkommen, Arbeits- oder Ausbildungsplätze verwehrt. Die Nachfrage der Unternehmen nach Auszubildenen und Arbeitern entscheidet darüber, ob und welche Stelle jemand bekommt. »Der Rest« gilt als überflüssig und wird sogar noch als Schmarotzer beleidigt.

Hier wird deutlich, dass ein selbstbestimmtes Leben, Lernen und Arbeiten in unserem (Schul-)System nicht möglich ist. Darum gehen wir raus auf die Straße und kämpfen für ein anderes Bildungssystem, in dem unsere Rechte nicht im Widerspruch zu Wirtschaftsinteressen stehen!

Konkret im Alltag und nicht nur am 1. Mai heißt das für uns: Weg vom Konkurrenzdenken und hin zur Soldarität untereinander, in der Klasse und am Ausbildungsplatz!

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Her mit dem schönen Leben!

Sozialraub

In allen Lebensbereichen werden Gelder gekürzt. Egal ob beim Lohn, der Rente, im Gesundheitssystem, bei Arbeitslosengeld und Hartz IV, im Bildungssystem, der Ausbildungsvergütung oder der Urlaubszeit und dem Weinachtsgeld!

Dabei sind dies keine Einzelphänomene, sondern haben alle Gemeinsamkeiten. Die Argumente die herangezogen werden, um diese Schweinereien zu rechtfertigen, sind fast immmer die gleichen. Der Standort Deutschland müsse konkurenzfähig und attraktiv für Investoren bleiben. Dafür müssen die Menschen Lohnkürzungen hinnehmen, ihren Urlaub und ihr Weinachtsgeld verzichten und länger arbeiten um ihren Arbeitsplatz zu sichern. Aber während die einen auf immer mehr verzichten müssen steigen die Gewinne der Unternehmen und die Managergehälter.

Wir sollen uns mehr für unseren Staat reinhängen, denn wir wären ja Deutschland und müssten alle zusammenstehen. Der Staat habe auch, genauso wie wir kein Geld und muss deswegen überall sparen. Im krassen Gegensatz stehen dazu aber die gleichzeitige Erhöhung der Ausgaben für Polizei, Überwachung, Sicherheit und Militär sowie die Senkung der Unternehmenssteuer. In der konkreten Umsetzung von Sparmaßnahmen und Umverteilungen hört die "Du-bist-Deutschland-Solidarität" auf. Die Menschen werden in den unterschiedlichen Situationen gegeneinander ausgespielt: Argumentiert wird, dass die RentnerInnen auf ihre Rente verzichten müssen, um die jüngeren Einzahlenden zu entlasten. Bei der Finanzierung der Kinderbetreuung werden dagegen kinderlose Menschen gegen Menschen ausgespielt, die Kinder haben.

Auf dem Arbeitsmarkt sieht man dies besonders stark ausgeprägt: Erwerbslose werden einerseits in den Medien als betrügerisch, faul, asozial und nutzlos dargestellt. Auf der anderen Seite stehen sie in Konkurrenz zu den Arbeitenden. Denen wird gedroht, dass die Arbeit, die sie machen, auch andere und zwar billiger ausführen können. Daraus entsteht eine Spaltung, obwohl alle eigentlich nur ein gesichertes Einkommen für ihr Leben haben wollen. Alle sind von Kürzungen im Sozialbereich, betroffen: Deutsche genauso wie MigrtantInnen, Arbeitende genauso wie Erwerbslose, mit Ausbildungsplatz genauso wie diejenigen ohne und Kranke genauso wie Gesunde. Es ist daher notwendig, dass wir gemeinsam Widerstand leisten, denn es betrifft uns alle, jedoch auf verschiedenen Ebenen.

So wurde in Deutschland der Kündigungsschutz 2003 fast aufgehoben, weil es kaum Widerstand gab. Das aber ein erfolgreicher Widerstand möglich ist, zeigt Frankreich, wo es gelang, durch die Solidarität aller Menschen in Form eines Generalstreiks, gemeinsam die Pläne der Regierung, den Kündigungsschutz aufzuheben, zu durchkreuzen. Es ist daher nötig sich in der Schule genauso zu organisieren wie am Arbeits- oder Ausbildungsplatz, um eine angemessene Antwort auf sämtliche Angriffe zu erteilen.

Den eines ist klar: Nur gemeinsam sind wir stark! ... und organisiert noch stärker!

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This is not a Love-Story ...

Sexismus und Patriarchat

Patriarchat Gesellschaftsform; Herrschaft des Mannes, Sippen- und Stammesältesten; Männerherrschaft

Sexismus Sexistisch sind Verhaltensweisen, die einen Menschen aufgrund seines Geschlechts benachteiligen. Sexismus beruht auf dem Vorurteil, dass die Frau dem Mann aufgrund ihrer biologischen Geschlechtszugehörigkeit körperlich und intellektuell unterlegen sei. Sexismus wird überall dort deutlich wo Frauen zuerst als Geschlechtswesen und erst dann als Mensch betrachtet und behandelt werden.

Längst alles cool?

Überall heißt es, hier seien Männer und Frauen sowieso schon gleichberechtigt. Lieber zeigt man nur mit dem Finger auf Länder wie den Iran, anstatt sich auch an die eigene Nase zu fassen. Denn auch wir leben in einer patriarchalen Gesellschaft, in der Frauen immer noch unterdrückt werden!

Forderungen, die schon vor 100 Jahren gestellt wurden, sind heute immer noch nicht Realität. Zum Beispiel die nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit: Frauen verdienen für die gleiche Arbeit im Durchschnitt 30% weniger als Männer.

Der Frauenanteil von Beschäftigten in prekären Arbeitsverhältnissen, wie Minijob oder auf 400 Euro Basis, liegt bei 90%. Damit sind Frauen besonders stark von Arbeitslosigkeit bedroht. Durch Reformen wie Hartz4 verlieren viele Frauen ihren Anspruch auf Arbeitslosengeld und werden wieder zurück in die Abhängigkeit ihrer Ehemänner/Partner gedrängt. Die Rolle in die Frau seit tausenden von Jahren gezwungen wird – als sorgende, sich aufopfernde Mutter und Ehefrau – erlebt ein Comeback. Da passt eine Eva Herrman ganz gut ins Konzept.

Bist du ein Junge oder ein Mädchen?

Von klein auf werden wir entweder zu Jungen oder zu Mädchen erzogen. Mädchen bekommen eine Puppe und ihr Kleidchen, lernen sich um andere zu kümmern, brav, lieb und passiv zu sein. Jungs dagegen sollten hart im nehmen sein, stark und immer die Besten. Wer anders ist fällt auf.

Doch Frauen sollen sich nicht nur stillschweigend in ihre Rolle fügen sondern dabei auch noch gut aussehen.

In der Öffentlichkeit, im Fernsehen, in der Werbung usw. wird massiv ein Schönheitsideal propagiert, dem in der Realität kaum jemand entsprechen kann. Die Folgen sind, dass viele Frauen und Mädchen ein gestörtes Verhältnis zu ihrem Körper haben, sich mit Diäten quälen, an Essstörungen leiden und sich selbst Verletzen. Danke Heidi Klum.

Rock zu kurz?

Frauen werden über ihren Körper definiert, zum Objekt gemacht. In den meisten Fällen zum Sex-Objekt: In der Werbung werden sexuelle Reize mit Kaufen und Besitzen in Verbindung gebracht.

Kein Wunder, dass da fast jede Frau Geschichten darüber erzählen kann, wie sie blöd angemacht oder bei jeder Gelegenheit gegen ihren Willen angetatscht wird. Übergriffe auf Frauen passieren öfter als man denkt, häusliche Gewalt, d.h. Gewalt in der Beziehung oder Ehe, ist die häufigste Form von Gewalt in Deutschland. Jede dritte Frau oder Mädchen wird in ihrem Leben Opfer sexualisierter Gewalt. Trotzdem wird das Thema in unserer Gesellschaft lieber verschwiegen.

Wenn eine Frau doch den Mut aufbringt, einen Übergriff öffentlich zu machen, muss sie damit rechnen, dass ihr erstmal niemand glaubt. Sie muss die Schuld des Täters beweisen nicht umgekehrt, der Täter seine Unschuld . Mit Äußerungen wie »Sie hatte einen zu kurzen Rock an« oder »Sie hat mich angemacht« wird oft sogar im freundeskreis versucht der Frau die Schuld in die Schuhe zuschieben. Die Täter werden dann schnell zu Opfern ihrer Triebe. Doch der Mensch ist kein Triebwesen, er kann nachdenken und danach handeln!

Wir wollen alles!

Das Patriarchat gibt es seit tausenden von Jahren, doch seit es den Kapitalismus gibt, trägt es zu dessen Bestehen bei. Dieses auf Konkurrenz basierende System profitiert davon, uns zu spalten – in Deutsche und Ausländer oder eben Frauen und Männer. Es braucht die unbezahlte Arbeit der Frau, die Hausarbeit, Kindererziehung, Versorgen des Mannes, damit dieser jeden morgen wieder zur Arbeit gehen kann.

Natürlich ist heute für Frauen vieles leichter geworden. Immer mehr Frauen arbeiten und leben selbständig, das beutet für die meisten aber nur eine krasse Doppelbelastung, denn für die Kindererziehung sind sie meistens trotzdem zuständig.

Und wenn sich etwas ändern soll, müssen wir uns alle ändern. Macht euch bewusst, wie viel Scheiße ihr in eurem Leben täglich hinnehmt und wie ihr euch andererseits gegenüber Anderen verhaltet!

Nehmt Aussagen von Frauen ernst! Es passiert häufiger als ihr denkt! Bekommt ihr von Übergriffen auf Partys im Alltag oder der Familie mit, sprecht mit der Betroffenen, versucht Unterstützung zu leisten. Das »Du bist doch selber schuld!« oder »Sicher, das es so war?« kann sich gespart werden.

Es muss ein Ziel sein, am ersten Mai, und auch im täglichen Leben zu erkennen das die Unterschiede nicht zwischen Mann und Frau, Schwarzen und Weißen, Türken und Deutschen liegen. Wir alle haben ein gleiches Recht auf Bildung, Freiheit und ein selbstbestimmtes Leben.

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New Name, same Shit

Globalisierung und Krieg

Kapitalistische Globalisierung gibt es schon lange. Eineinhalb Jahrhunderte ist es her, dass der Handel und die kapitalistische Produktionsweise fast weltweit angefangen haben, sich durchzusetzen. Für die meisten Menschen bedeutete das eine Verschärfung ihrer Lebens- und Arbeitsbedingungen. So wurden z.B. Anfang des 20. Jahrhunderts zahlreiche Textilfabriken in Asien von den europäischen Konzernen aufgebaut und infolgedessen die Arbeitsbedingungen in Europa deutlich verschärft, um mehr Profit zu erwirtschaften. In Asien hingegen mussten die Menschen unter unwürdigsten Bedingungen und mit miserabelster Entlohnung fast den ganzen Tag schuften. Doch die Menschen in den wirtschaftlich besser gestellten Ländern des Westens konnten sich viele Verbesserungen erkämpfen und auch in neu entstandenen Industrien, wie etwa der Automobilindustrie arbeiten, während in den Kolonien in Asien Aufstände und Streiks der Arbeiter mit Hilfe des Militärs nieder geschlagen wurden und werden.

Dieses verkürzte historische Beispiel zeigt wie kapitalistische Globalisierung und Imperialismus seit 100 Jahren funktionieren, aber die Menschen in den zentralen und wirtschaftlich weiter entwickelten Ländern und Städten also z.B. hier in Europa immer besser gestellt werden konnten und so von den Nachteilen weniger mitbekamen, als die Menschen in Asien, Afrkia und Lateinamerika.

Doch warum sprechen erst jetzt alle von Globalisierung?

Seit ca. 1970 gelingt es nicht mehr, all die Menschen hier im Westen, die durch Verlagerung und Rationalisierung von Arbeitsplätzen erwerbslos geworden sind, wieder eine feste Einkommensmöglichkeit zugeben, so dass auch die Öffenlichkeit hier mit diesem Problem konfrontiert wurde. Außerdem hat der gemeinsame, entschlossene, vielfältige, teils militante Widerstand von AktivistInnen in Seattle 1999, Prag 2000, Göteborg 2001 und Genua 2001 gegen die Treffen der EU, G8 und Nato, geschafft das Thema Globalisierung in die Medien zu bringen. In Göteborg und Genua wurde sogar auf die AktivistInnen geschossen, wobei Carlo Giuliani ums Leben kam.

Genauso wie vor hundert Jahren bedient sich das kapitalistische System der niedrigeren Löhne, der lascheren oder nicht vorhandenen Umweltschutzstandarts und den schlechteren Arbeits- und Lebensbedingungen in anderen Ländern um die erkämpften Rechte hier zu umgehen. Diese Normen waren nicht schon immer da, sondern mussten schwer und teilweise blutig von den Menschenrechts-, Friedens-, Arbeiter-, Frauen- und Umweltbewegungen gegen konservative und faschistische Kräfte erkämpft werden, bevor sie dann hier zumindest ins Gesetzesbuch eingetragen wurden.

Durch die Globalisierung erscheint nun die ganze Welt als ein einziger Spielplatz des Kapitalismus und die Menschen darin als eine Masse von Figuren die verdammt sind sich in globaler Konkurrenz um die besten Ausbeutungsbedingungen gegenseitig zu unterbieten und zu bekämpfen, damit die Profite der Unternehmen erhalten bleiben. Kapitalismus braucht aber nicht nur diese Ausbeutungsmöglichkeiten, sondern auch Ressourcen und zahlungsfähige Absatzmärkte für die ständige Überproduktion. So werden Kriege um die Verteilung und Sicherung wichtiger Ressourcen wie z.B. Erdöl im Irak und Iran geführt. Dabei werden Menschen und ihre Städte und Infrastruktur bombardiert und zerstört. Der darauf folgend notwendige Aufbau wird dann von den gleichen Konzernen durchgeführt, die auch bereits die Waffen für den Krieg geliefert haben. Im Irak sind das beispielsweise der deutsche Konzern Siemens und der amerikanische Konzern Halliburton. Diese sichern sich so Absatzmärkte weltweit machen mit Krieg und Blut Milliardengeschäfte.

Aber was soll man denn gegen die ganze globale Scheiße tun?

Die Anwort auf weltweite Konkurrenz und weltweiten Krieg, kann nicht Abschottung und ein neuer Patriotismus und Nationalismus sein. Nur die Internationale Solidarität aller Menschen, kann das weltweite Problem des Kapitalismus und Krieges bekämpfen. An diesem globalen Kampf um mehr Rechte und bessere Arbeits- und Lebensbedingungen sind auf der ganzen Welt Millionen Menschen beteiligt. Die indigenen Gemeinden in Mexiko, genauso wie die sozialen Bewegungen und ArbeiterInnen in Europa und den USA. Die Landlosenbewegungen Lateinamerikas genauso wie die militanten GewerkschafterInnen in Asien als auch die ArbeiterInnen der AEG in Nürnberg.

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Bring the Power back to the streets, where the people live!

Selbstverwaltete Jugendzentren

Der 1. Mai ist für uns der symbolische Kampftag für ein besseres, freieres Leben. Ein Leben frei von Diskriminierung aufgrund von Hautfarbe, Herkunft, Geschlecht, Sexualität oder sozialem Stand. Ein Leben frei von Ausbeutung und Unterdrückung.

Der 1. Mai ist auch ein Symbol für alle Menschen, die sich weigern Teil einer konsumorientierten Gesellschaft zu sein, sondern ihr gesamtes Leben selbst in die Hand nehmen wollen. Es gibt Orte an denen mensch (wenigstens für kurze Zeit) frei von »Konsumterror« und Hierarchien seine Zeit verbringen kann: selbstverwaltete Zentren.

Selbstverwaltete Zentren bieten eine Art Schutzraum für Menschen die von Ausgrenzung und Unterdrückung auf Grund ihres Äußeren oder ihrer Einstellung betroffen sind. In Selbstverwalteten Zentren lernen die Menschen ohne einen alles kontrollierenden »Vater Staat« ihre Interessen zu vertreten und sich Problemen zu stellen. Jedweder Versuch ein Leben möglichst frei von kapitalistischen Zwängen könnte jedoch zum Nachahmen anstiften und stellt somit eine Bedrohung für die herrschende Ordnung dar.

Die wenigen selbstverwalteten Häuser oder Wagenplätze, die es noch gibt sind jedoch ständiger staatlicher Repression ausgesetzt. Vielen dieser Projekte werden durch Stadtverwaltung und Hausbesitzer das Leben schwer gemacht. Ihnen wird der Strom und das Wasser abgedreht, oder sie werden durch Hausdurchsuchungen durch die Polizei belästigt und sind von ständiger Räumung bedroht. Jeder Staat (egal ob Deutschland, Spanien oder Dänemark) geht brutal gegen alle Versuche, ein Leben außerhalb seines Einflussbereichs zu organisieren, vor.

Deutlich wird das Ausmaß staatlicher Repression gegen alternative, selbstverwaltete Projekte am dänischen »Ungdomshuset« (Jugendhaus). Das »Ungdomshuset« bestand als selbstverwaltetes Jugend- und Kulturzentrum seit 1982.

In ihm konnten Jugendliche mit den verschiedensten sozialen und kulturellen Hintergründen ihre Freizeit selbstorganisiert gestalten. Ob nun Punkkonzert, Technoparty oder HipHop-Jam für all dies bot das »Ungdomshuset« einen Platz. Es bot Platz für Disskusionen, Lesungen oder Ausstellungen. Alle Menschen, die in dem Haus verkehrten konnten über das was im Haus passiert gemeinsam entscheiden.

Das »Ungdomshuset« war ein wichtiger Ort von alternativer und politischer Kultur in Kopenhagen. Viele Menschen nutzten den relativen Freiraum den das Haus bot um ein Leben in Selbstverwaltung zu führen.

Die seit Dezember 2006 beschlossene Räumung des ältesten und größten selbstverwalteten Hauses in Dänemark konnte durch die breite Unterstützung die es in der Bevölkerung Kopenhagens gab lange Zeit verhindert werden. Anfang März 2007 wurde das seit 25 Jahren von Jugendzentrum schließlich doch von mehreren Hundertschaften von Polizei und Spezialeinheiten geräumt.

In den nächsten Tagen demonstrierten mehrere zehntausend Jugendliche und UnterstützerInnen in der Innenstadt der dänischen Hauptstadt und lieferten sich teilweise heftige Straßenschlachten mit der Polizei. Im Verlauf der Auseinandersetzungen gab es allein in Kopenhagen mehr als 500 Festnahmen und mehrere Schwerverletzte.

Aber nicht nur in Kopenhagen, sondern weltweit löste die Räumung des Jugendzentrums Proteste aus. Überall gingen Menschen spontan auf die Straße um ihre Solidarität mit den Jugendlichen in Kopenhagen zu bekunden und selbstverwaltete Jugendzentren zu fordern. Die Presse sprach nach den Auseinandersetzungen um das »Ungdomshuset« größtenteils von »gewaltbereiten Jugendlichen« und ging nicht auf den Grund der Demonstrationen ein. Das sich an den Protesten in Kopenhagen mehrere zehntausend Menschen im Alter von 13 bis 60 beteiligten und nicht nur einige Jugendliche »Krawall« machten, wird dabei ebenfalls komplett ausgeblendet.

Auch hier in Nürnberg fand eine spontane Demonstration statt, die von der Polizei gewaltsam aufgelöst wurde und mit der Festnahme von 46 Menschen endete. Bereits seit mehreren Jahren gibt es in Nürnberg Jugendliche die sich für die Schaffung eines selbstverwalteten Zentrums einsetzten. Diese Jugendlichen treten immer wieder in Verhandlungen mit der Stadtverwaltung, um Unterstützung zu erhalten. Bisher scheiterte dieses Vorhaben jedoch am Blocken der offiziellen Stellen. Während Gebäude teilweise über Jahrzehnte leer stehen, wiegelt die Stadt ab. Es gäbe keine Räumlichkeiten. Der Kampf für selbstverwaltete Räume überall ist absolut Notwendig, dort können Menschen zusammen kommen und kollektiv ihre Freizeit und ihr Leben gestalten.

Wir alle sind »Ungdomshuset«!

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Wer oder Was ist denn das Schülerbündnis Nürnberg ?

Schön das du auf diese Seite gefunden hast! Vielleicht hat dir ja jemand ein Flugblatt von uns in die Hand gedrückt, vielleicht hat dir auch ein Freund oder Mitschüler einen Link zu dieser Seite gegeben oder vielleicht hast du uns aber einfach nur so entdeckt.
Jetzt fragst du dich wer wir eigentlich sind und was wir wollen.

Wir, das Schülerbündnis Nürnberg sind Schüler, Studenten, Azubis, kurz um junge Menschen wie du die mit der politischen Lage in vielen verschieden Bereichen unzufrieden sind und unbedingt etwas daran ändern möchten. Wir haben uns 2003 währen des Irak-Krieges (Damals noch: Schülerbündnis gegen den Krieg) gegründet um gemeinsam etwas gegen die imperialistische Politik der Amerikanischen Regierung zu tun.
Schon bald nach unserer Gründung hatten wir begonnen uns auch mit anderen politischen Themen zu beschäftigen, wobei unsere Schwerpunkte bis heute auf Anti-Kriegs Politik, Antifaschismus/Antirassismus und Bildungspolitik liegen.
Wir sind aber auch offen für neue Probleme und Themen.
Ausserdem beschäftigen wir uns bei aktuellem Anlass auch mit Anti-Atom, Neoliberale Globalisierung, Abrüstung, Gleichberechtigung, Sozialpolitik und Flüchtlingspolitik.
Unserer Aktionsformen umfassen alle Mittel des Protestes sowie des zivilen Ungehorsams. Dazu gehören unter anderem, Demos, Blockaden, Info Veranstaltungen, Diskussionen oder Referate.Wir sind eine basisdemokratische offene Gruppe. Es gibt keine hierarchischen Strukturen, keine Ämter und deshalb auch keinen Sprecher! Wenn es notwendig oder nützlich ist dann arbeiten wir auch gerne mit anderen Bündnissen und Gruppen zusammen.
Warte nicht das andere etwas tun sondern werde selbst aktiv!!!

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